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Pressemitteilung

26.07.2007

AJAX – aber richtig: Usability-Studie zum Einsatz der Web 2.0-Technologie bei e-Commerce-Angeboten.

Die Nutzung der Web 2.0-Technologie AJAX führt nicht automatisch zu einer höheren Benutzerfreundlichkeit bei Internet-basierten E-Commerce-Anwendungen. Dies ist das zentrale Ergebnis der Diplomarbeit von Ina Mayer, Mitarbeiterin der Ray Sono AG, für die Hochschule Furtwangen University (HFU). Methodische Grundlage der Studie ist ein Vergleichstest, bei dem die Bedienungsfreundlichkeit dreier Websites im E-Commerce-Bereich jeweils mit und ohne AJAX-Funktionalität im Rahmen von Usability-Tests durch insgesamt 20 Anwender bewertet wurden. Die Studie greift dabei auf real existierende AJAX-basierte Online-Angebote zurück, deren Pendants im Rahmen der Studie bei Ray Sono nachgebaut wurden.

Die Ergebnisse überraschen nicht: So ließ sich keine eindeutige Bewertung zugunsten Web 2.0-basierter oder herkömmlicher Programmieransätze bestimmen. Vielmehr war die Akzeptanz von Internet-Angeboten in hohem Maß vom subjektiven Nutzen geprägt, den die Testpersonen den einzelnen Funktionen der Websites zuschreiben. „Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass AJAX-basierte Anwendungen zwar oftmals den Spieltrieb der Benutzer befriedigen und deshalb zunächst als ‚neu’ und ‚aufregend’ empfunden werden. Letztlich steht für den Nutzer jedoch die Zweckorientierung der Interaktionsform im Vordergrund“, erklärt Ina Mayer.

Zusammenfassend interpretiert Ina Mayer in ihrer Studie, dass der Einsatz von AJAX nicht generell als benutzerfreundlicher eingestuft werden kann. Neben der geforderten Zweckorientierung sind es häufig auch bereits bestehende Standards, wie z.B. die gewohnte Anzeige einer Kalenderfunktionen, die nur dann von Nutzern in einer neuen Form akzeptiert werden, wenn sie einen deutlich höheren Grad an Selbsterklärung aufweisen, als ihr HTML-Vorgänger.

Auch hinsichtlich der durch den Nutzer nicht mehr unmittelbar erkennbaren System-Feedbacks bei AJAX-Anwendungen gibt Ina Mayer eindeutige Empfehlungen: „Internet-Nutzer sind gewohnt, nach Absenden einer Anfrage eine Zeit auf die neuen Inhalte bzw. das Neuladen der Seite zu warten. Dies entfällt beim Einsatz von AJAX und kann leicht zu Verwirrung führen. Aus diesem Grund sollte die Aufmerksamkeit des Benutzers durch optische Hervorhebungen mittels Animation oder farbliche Markierung auf die neu geladenen Inhalte gelenkt werden.“ „Insgesamt“, so ergänzt Ina Mayer, „sind die Möglichkeiten, die AJAX-basierte Websites in puncto System-Feedbacks bieten, bei den Probanden auf durchweg positive Resonanz gestoßen.“

Mit der aktuellen Diplomarbeit fundiert Ray Sono seine umfangreichen Erfahrungen bei der Entwicklung von Internet-Angeboten nun auch im wissenschaftlichen Bereich. „Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen unsere bisherigen Überlegungen bei der Entwicklung neuer Konzepte. Wir haben nun Fakten, die uns Entscheidungen erleichtern, für welche Bereiche neue innovative Ansätze erwünscht sind und wie die Benutzerfreundlichkeit durch AJAX verbessert werden kann“, betont Sylvia Merz, Senior Information Architect bei der Ray Sono AG. Sylvia Merz betreute die Studie zur Nutzerfreundlichkeit von AJAX-basierten Internet-Angeboten im E-Commerce-Bereich.



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